Was, wenn sie nicht gesunken wäre?

Die Titanic hat den Eisberg umschifft, und das liegt nur an Billy. Der adleräugige Passagier Billy Sloman ist vier Jahre alt, als der größte Dampfer der Welt im April 1912 nach seiner erfolgreichen Jungfernfahrt in New York einläuft. An Bord hat das Einwandererkind aus Europa den Cinematographen William H. Harbeck kennengelernt, der von Billys scharfem Blick begeistert ist. Der Mann mit den Filmrollen wird ihn nicht mehr aus den Augen lassen und sein weiteres Leben entscheidend prägen – für ein ganzes Jahrhundert.

Doch als Sloman am Ende auf dieses lange Leben zurückblickt, sorgen gewisse Merkwürdigkeiten in seinen Erzählungen für Streit mit einer geheimnisvollen Besucherin. Haben die Weltereignisse vieler Jahrzehnte, deren Zeitzeuge Sloman gewesen sein will, wirklich so stattgefunden? Liegen die Irritationen an der Verwirrtheit des Greisenalters? Oder vielmehr daran, dass alles an einem 29. Februar begann?

Oliver Driesens Roman über die Wege des Schicksals und die Willkür des Zufalls konfrontiert den Leser mit der Frage:
Lebe ich – oder werde ich gelebt?

336 Seiten, Hardcover; Kadera-Verlag, Norderstedt 2019
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Zeichen und Wunder: „Schalttagskind“ ist da

Zehn Jahre lang in Arbeit, ab jetzt im Buchhandel: mein neuer Roman, in dem ein wunderlicher kleiner Junge dem Schicksal ins Steuerrad greift. Damit verändert er nach und nach den Lauf der Welt in den folgenden 100 Jahren – bis alles ein wenig anders gekommen ist, als wir zu wissen glauben.

Es dauert. Es dauert! Es dauert immer alles so furchtbar lang! Und ganz besonders in diesem Fall: Wenn ich nur daran denke, dass die erste Mail, die ich zu diesem Projekt noch finden kann, vom 29.11.2009 datiert. Dass ich mal rechtzeitig zur Leipziger Buchmesse 2012 fertig sein wollte. Dass zuletzt der olle Glumm in seinem Blog Ende 2017 voreilig angekündigt hatte, im Februar 2018 werde es so weit sein –

mein Gott, was bin ich alt geworden darüber. Wie hat sich die Welt weitergedreht. Was sind die Kinder groß geworden. Und ist das Leben schnell vorbei.

Aber nun. Nun aber wirklich:

Pralle 336 Seiten, z.B. gleich hier bestellbar

Meine Damen und Herren, das „Schalttagskind“ ist da. Mein neuer Roman. Fast genau zehn Jahre in the making, jetzt im Buchhandel. Nicht unpassend, dass heute der 50. Jahrestag des ersten Schrittes eines Menschen auf dem Mond ist; so ähnlich muss sich das angefühlt haben. Aber machen wir nicht mehr Aufhebens um das Buch, als unbedingt notwendig ist – also jede Menge!

Denn in aller Bescheidenheit: Es handelt sich um einen Jahrhundertroman. Nein, da kann jetzt niemand widersprechen, denn das Buch umspannt sogar etwas mehr als ein Jahrhundert. Ausgehend von jenem Tag im April 1912, an dem die „Titanic“ den Eisberg knapp verfehlt. Letztlich sogar zurückreichend bis zum 29. Februar 1908, als ein gewisser Wilhelm Schlomann am Schalttag eines Schaltjahres auf die Welt kommt. Später dann, als Vierjähriger, wändert er an Bord jenes unsinkbaren Schiffs in die USA aus. Wo er auf den amerikanisierten Namen Billy Sloman hören und den Lauf der Welt bereits entscheidend verändert haben wird..

Die so begonnene Geschichte endet erst im April 2012, genau 100 Jahre nach der Beinahe-Kollision im Nordatlantik. Deshalb wollte ich ja – siehe oben – eigentlich zur damaligen Leizpiger Messe fertig sein. Denn Billy Sloman ist am Ende ganz schön alt geworden: 104 Jahre alt, um genau zu sein. Von seinem langen, wilden, tragischen und von einem Rätsel umwölkten Leben handelt der Roman, der uns in fünf Episoden zu Schauplätzen welthistorischer Ereignisse führt. Dabei der Frage nachgehend, was eigentlich Zufall ist und was Schicksal. Wer weiß, vielleicht würftelt Gott ja doch?

(An dieser Stelle ein Appell an Rezensenten, die das „Schalttagskind“ besprechen möchten: bitte nicht die naheliegende, aber trotzdem an den Haaren herbeigezogene Parallele zum „Hunderjährigen, der aus dem Fenster stieg “ etc. konstruieren. Es gibt sie nicht. Es ist alles ganz anders. Ich habe das Jonasson-Buch nicht mal gelesen. Also auch keine Inspiration, schon gar keine Variation. Bitte tun Sie das nicht. Wenn es schon sein muss, nehmen Sie Nadolnys „Glück des Zauberers“, das ich wenigstens nach Fertigstellung meines eigenen Buches gelesen habe. Danke.)

Warum aber hat es denn nun so lange gedauert? Herrschaftszeiten … wo anfangen? Vielleicht bei dem Rechercheaufwand, den die Geschichte eines Jahrhunderts, beobachtet und mitgestaltet in vier Nationen auf zwei Kontinenten, nun mal so mit sich bringt. Wenn dabei noch zeithistorische Figuren wie Pablo Picasso oder Lech Wałęsa die Bühne betreten, wird es dadurch auch nicht einfacher.

Zweitens ist da noch ein anderer Erzählfaden, nämlich die Entwicklung von Film und Fernsehen. Für mich als Autor auch nicht an einem Nachmittag zu durchdringen. Der heranwachsende Billy Sloman wird ja erst Kameraassistent, dann in den Dreißigerjahren Kameramann in Hollywood, und schließlich mit dem Aufkommen der großen TV Networks in den USA zu einem weltweit tätigen Dokumentarfilmer und Nachrichtenfilm-Produzenten.

Das ist eine Menge historisches Holz, bzw. Zelluloid. Aber zum Glück hat mich einer der besten Kenner der Materie beraten: der einzigartige DEFA- und WDR-Kameramann  Manfred Romboy, der in Wesseling bei Köln sein eigenes Filmmuseum betreibt. Mit ihm habe ich sogar noch kurze Zeit selbst gearbeitet, in den Neunzigern, als ich Filmberichte für den WDR machte. Damals gab mir Romboy die goldene Regel mit auf den Weg: „Noch schöner als drehen ist senden“ (sprich: Verlange nie überflüssige Einstellungen von einem Kameramann, die dann am Schneidetisch doch bloß der Schere zum Opfer fallen). So ist das im Leben, man sieht sich immer mindestens zweimal.

Tja, und drittens hat die ganze Sache zeitlich darunter gelitten, dass ich nebenbei auch noch ein wenig Geld verdienen muss. Denn von der Literatur leben …. ach, lassen wir das. Die Weisheit der Märkte und des Internets will es offenbar so, dass der Großteil der schönen Künste heute von Beinahe-Ehrenamtlern geschaffen wird. Von Leuten wie mir. Entsprechend sieht zumindest der Buchmarkt denn auch aus (wobei ich aber eine Lanze für meinen Verleger Günther Döscher brechen muss, der jetzt auch nicht gerade ein Rupert Murdoch ist, gottseidank).

Bevor es bei Döschers Kadera-Verlag vor Anker ging, hat das „Schalttagskind“ außerdem viertens eine etwa anderthalbjährige Odyssee durch die deutsche Verlagslandschaft hinter sich bringen müssen. Diese lehrreiche Reise hat mir nicht nur eine Fülle von Mails mit hohem Unterhaltungswert eingebracht, sondern auch eine Erkenntnis: Gehe als Autor nie, niemals ohne eine gute Agentur auf Jungfernfahrt. Denn die Eisberge in den Lektoraten und Programmleitungen der Buchverlage sind, wie soll man sagen: scharfkantig?

Egal. Heute ist kein Tag für Wehklagen. Das „Schalttagskind“, es laufe hiermit vom Stapel und habe immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel! Und dampfe mindestens 100 Jahre lang mit voller Kraft voraus. In jenem Universum, das sich von dem uns bekannten nur in dem einen oder anderen Detail unterscheidet …

Augenblick! Was? Die „Titanic“ hat den Eisberg gar nicht verfehlt? Ach, kommen Sie mir doch nicht mit Fake News, Sie Verschwörungstheoretiker!

Ein mysteriöser Mann

Als die Titanic am 10. April 1912 kurz nach 12 Uhr Mittags zu Ihrer Jungfernreise nach New York in See sticht, ahnt niemand, dass diese Reise Weltgeschichte schreiben wird – jedoch ganz anders, als wir heute zu wissen meinen. Eine Rolle spielt dabei indirekt dieser Mann: der Filmemacher William H. Harbeck.

Harbeck, der die Aufgabe hat, die Jungfernfahrt des größten Schiffs der Welt im Film festzuhalten, lernt an Bord  den vierjährigen Bill Sloman kennen, den Helden von „Schalttagskind“. Es ist eine Begegnung, die Folgen haben wird – zunächst nur für die beiden, nach und nach für die ganze Welt.

Da wäre es fast geschehen …

Was wenige wissen: Die Titanic entging schon beim Auslaufen aus dem Hafen von Southampton nur knapp einer Katastrophe. Weil ihre enorme Wasserverdrängung in der engen Hafenausfahrt hohe Wellen schlug, riss sich ein am Kai liegender Dampfer aus seinen Verankerungstauen los und wäre um ein Haar mit dem Transatlantik-Liner auf Jungfernfahrt kollidiert. An Bord der Titanic war der vierjährige Bill Sloman von diesem dramatischen Vorfall allerdings eher fasziniert als schockiert. Kinder haben einfach noch nicht gelernt, Angst zu haben …

Jagd auf Staatsfeind Nr. 1

Stellen Sie sich vor, Sie bekämen den Auftrag, als junger Kameramann in Hollywood einen Film zu drehen. Das Jahr ist 1934, und noch nie gab es einen Dokumentarfilm, der mehr als die Länge eines Wochenschaubeitrags gehabt hätte. Jetzt aber dürfen Sie genau das zum ersten Mal machen: eine Doku im abendfüllenden Feature-Film-Format!

Ihr Jubel bleibt Ihnen im Hals stecken, als Sie erfahren, von wem Ihr Dokumentarfilm handeln soll:

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Dieser Mann ist damals, neben Bonny und Clyde, der gefürchtetste Verbrecher der gesamten USA. Vom Vorläufer des FBI wird er als „Staatsfeind Nr. 1“ gesucht. Und der Kameramann, der dem flüchtigen Gangster auf die Spur kommen soll, ist niemand anderes als der 26-jährige Billy Sloman. Sein Boss, William Harbeck, ist jener Cinematograph, den er 22 Jahre zuvor an Bord der Titanic kennengelernt hat. Mittlerweile betreibt Harbeck ein drittklassiges Hollywood-Studio.

Um die Finanzen der heruntergewirtschafteten Filmgesellschaft durch einen sensationellen Coup zu retten, bleibt Billy nichts anderes übrig, als sich an die Fersen des Kriminellen zu heften. Der Ausgang dieser Jagd ist für alle überraschend (nicht zuletzt für Historiker).

So viel sei verraten: Für Billy Sloman hat diese Episode Konsequenzen, die noch 23 Jahre später (im nächsten Kapitel) sein Leben bestimmen. Sie heißen Polly und Audrey …

Das Geheimnis des Gemäldes

Dieses Bild von Velázquez hat den großen Maler Pablo Picasso zeitlebens fasziniert:

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Las Meninas (Diego Velázquez)

Picasso malte deshalb im Jahr 1957 seine eigene Interpretation der „Meninas“. Doch was trieb ihn dabei an? Welche Rätsel baute er in seine Nach-Schöpfung ein? Und was sind die geheimen Botschaften der Figuren, die Velázquez und er in den „Meninas“ auftreten lassen?

Im Roman ist Bill Sloman dabei, als Picassos Nachschöpfung entsteht. Denn als Kameramann hat er mittlerweile bei dem TV-Network Karriere gemacht, das seit einigen Jahren zu Harbecks Filmstudio gehört, und dreht Dokumentarfilme über einige der berühmtesten Persönlichkeiten der Welt. Doch die Arbeit am Gemälde und am Film gipfelt in einem ebenso überraschenden wie tragischen Finale. Für Bill bedeutet es den Zusammenbruch der Welt, wie er sie gekannt hat.

Kleine Cousinen der „Titanic“

Was Schiffe angeht, spielt die Titanic eindeutig eine Hauptrolle in diesem Roman über ein ganzes Jahrhundert und mehr. Eine weibliche Hauptrolle, denn „sie“ ist weiblich – wie jedes Schiff. Warum das so ist, kann auch der Erzähler Billy Sloman zeitlebens nicht endgültig aufklären. Es muss etwas mit ihrem eigenwilligen Charme zu tun haben.

Doch die Titanic ist nicht die einzige Ozeanriesin, die in der einen oder anderen Epoche ins Bild kommt. Da wäre zum Beispiel noch diese Dame hier:

Die Cristoforo Colombo, ein eleganter italienischer Atlantik-Liner der Fünfzigerjahre. Billy und seine Familie nutzen sie 1957 zur Überfahrt von New York nach Cannes. Nie gehört von dem Schiff? Okay, aber von ihrem baugleichen Schwesterschiff haben Sie gehört: Die Andrea Doria sank am 26. Juli 1956 nach einer Kollision bei dichtem Nebel, es gab 46 Tote. Ein Glück, dass mein Romanerzähler und -held nicht dieses Schiff genommen hat …

Und dann gibt es da noch diese eiserne Lady mit ganz anderem Charakter:

Ganz richtig, ein Kriegsschiff. Schlimmer noch, ein sowjetisches! Jedenfalls bis 1970. Diese Kriegsbraut hat nämlich sozusagen wieder geheiratet. Vorher hieß sie Sprawiedlivij (ja, das ist unaussprechbar, aber stellen Sie sich den Namen erst in kyrillischen Schriftzeichen vor!). Ab 1970 hingegen war sie als Warszawa (Warschau) für die polnische Kriegsmarine unterwegs.

Bill Sloman war zu der Zeit ein weltweit tätiger Produzent und Kameramann für HiP TV in New York, und in Polen gab es einen Verteidigungsminister, der … halt, das wäre jetzt doch zu viel verraten.

Aber versprochen: Dies ist trotzdem kein Buch nur für Sammler von historischen Schiffsmodellen. Sondern für alle, die wissen wollen, ob man den Kurs der Weltgeschichte – und des eigenen Schicksals – nicht bisweilen korrigieren kann.

Die dunkle Seite der Macht

Auf alles Mögliche ist Billy Sloman vorbereitet, als er im Dezember 1970 aus den USA ins kommunistische Polen reist. Das Projekt: ein Filmporträt des undurchsichtigen Verteidigungsministers, General Wojciech Jaruzelski. Der Anfang ist vielversprechend: Als erster West-Journalist erhält Sloman Einblicke in den inneren Zirkel der militärischen Macht in einem Land des Ostblocks.

Doch während der Dreharbeiten brechen in Gdańsk (Danzig) und anderen Küstenstädten Polens blutige Unruhen aus: Arbeiter protestieren gegen drastische Preiserhöhungen, das Regime antwortet mit dem Einsatz von Armee und Miliz.

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Plötzlich steht der Minister als Befehlshaber der Truppen in einem ganz anderen Licht da: Lässt er polnische Soldaten auf ihre Landsleute schießen? Billy Sloman riskiert Freiheit und Leben, um die Hintergründe aufzudecken.

Eingeschmuggelt in die Danziger Leninwerft, ein Zentrum der Aufständischen, lernt er die Schiffsbau-Ingenieurin und Streikführerin Lidia kennen. Zwischen beiden entwickelt sich mehr als nur eine flüchtige Begegnung. Zu spät begreift Sloman, dass sie in einer ausweglosen Falle stecken.

Eines ist unausweichlich: Der Dezember 1970 wird in die polnischen Geschichtsbücher eingehen. Die Frage ist nur: wie – wenn ein Schalttagskind beteiligt ist.

Nicht jeder Crash ist vermeidbar

Am hier abgebildeten Kunstwerk müssen Sie jetzt vielleicht mal das eine oder andere Detail ignorieren. Es geht mir ausschließlich um den Herrn rechts: Pan, der griechische Hirtengott. Bitte beachten sie vor allem seine Hörner, das macht seine offensichtlichen Vorlieben vielleicht etwas weniger … speziell. Es kann ja niemand aus seiner Haut. Die Skulptur jedenfalls stammt aus der antiken Stadt Herculaneum, die zusammen mit Pompeji im Jahr 79 n.Chr. beim Ausbruch des Vesuv zerstört wurde – bis auf diese unkaputtbare Darstellung.

Pan

Foto: Marie-Lan Nguyen (2011)

In unserer Zeit wurde nach diesem triebhaften jungen Mann ein regelmäßig wiederkehrendes Objekt am Sternenhimmel benannt: der Asteroid (4450) Pan auf seiner Umlaufbahn um unsere Sonne. Astronomen haben halt eine Vorliebe für bizarre Praktiken die Namen mythologischer Figuren. Die Grafik zeigt den Asteroiden als türkisfarbenes Quadrat:

Pan

Dieser Pan, ein herrenloser Gesteinsbrocken von etwa 1,2 Kilometern Durchmesser, ist ein frecher Kerl: Er kreuzt auf seinem Kurs regelmäßig die Bahn unserer Erde – und kommt ihr bisweilen ziemlich nah.

Was das jetzt wieder alles mit Schalttagskind zu tun hat? Nun ja, vielleicht schauen Sie mal auf den Untertitel des Romans. Vor allem aber wurde Pan von einer berühmten amerikanischen Astronomin entdeckt. Und die hat eines Tages im Jahr 2001 einen wichtigen Grund, den Erzähler Bill Sloman zu kontaktieren. Denn der mittlerweile 93-jährige Bill ist inzwischen eine lebende Legende des Fernsehens.

Das live übertragene TV-Ereignis, das aus diesem Kontakt entsteht, wird Amerika nie vergessen. Und es wird für immer mit dem 11. September 2001 verbunden sein …

Finale Fragen

Da hat man nun ein so langes und bewegtes Leben gelebt wie der 104-jährige Billy Sloman – und was bleibt unter dem Strich? Wozu all dieses Auf und Ab, diese kleinen Triumphe, großen Lieben und krachenden Verluste?

Vielleicht hätte alles auch ganz anders kommen können. Aber vielleicht gab es einen Grund dafür, dass alles so war, wie es war.

Billy, das Schalttagskind, ist ein Glückskind. Denn am Ende begreift er mit Hilfe seiner geheimnisvollen Besucherin, welchem Muster die Geschichten seines Lebens folgten – und welche Rolle er selbst dabei spielte.

Und vermutlich ist das mehr, als die meisten Menschen verstanden haben, wenn ihr Tag kommt.

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